Standardisierte Informationen zur Bündelung von Sach- und Dienstleistungen
DIN-Workshop für Praktiker und Wissenschaftler am 5. September 2008 in Berlin
Produzierende Unternehmen können sich allein durch Sachleistungen immer weniger von Konkurrenten abheben. Zudem fragen Kunden zunehmend komplette Problemlösungen nach. Bündel aus Sachgütern und Dienstleistungen anzubieten stellt eine vielversprechende Antwort auf diese Herausforderungen dar.
Um Sach- und Dienstleistungen erfolgreich zu bündeln, müssen Produktions- und Dienstleistungsprozesse durch Informationen aufeinander abgestimmt werden – bereichsübergreifend, unternehmensübergreifend oder sogar weltweit. Nur wenige Unternehmen sind bisher optimal auf diese Herausforderung vorbereitet. Häufig fehlt es an Konzepten, wie Informationen zwischen Produktion und Dienstleistung gezielt ausgetauscht und optimal genutzt werden können. Auch die genutzten IT-Systeme sind derzeit kaum für eine solche Integration ausgelegt. Dadurch wird Potential zur Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen verschenkt.
An dieser Stelle setzt das Forschungsprojekt FlexNet (www.flexnet.uni-muenster.de) der Universität Münster und des DIN Deutsches Institut für Normung e.V. an: In einem mehrjährigen gemeinsamen Projekt wurde der Informationsbedarf in Produktion und Dienstleistung identifiziert und spezifiziert. Dabei wurden drei thematische Schwerpunkte verfolgt:
- Produktnahe Beratungsdienstleistungen (inkl. Auswahl, Einführung, Kalkulation, kontinuierliche Verbesserung)
- Dienstleistungen während der Nutzung von Sachgütern, z.B. im Maschinen- und Anlagenbau (inkl. Inbetriebnahme, Instandhaltung, Instandsetzung, Ersatzeilmanagement)
- Recycling- und Entsorgungsdienstleistungen (inkl. Aufbereitung, Weiterverkauf, Entsorgung)
Im Speziellen werden im Workshop folgenden Fragen adressiert:
- Welche Informationen aus der Produktion werden zur effektiven und effizienten Erbringung produktnaher Dienstleistungen benötigt, wie z. B. Stücklisten, Konstruktionspläne, Wartungsanweisungen, Inbetriebnahmehinweise, Liefertermine usw.?
- Welche Informationen von Dienstleistern werden zur Produktion oder für Produktinnovationen beim Produzenten benötigt, wie z. B. Ausfallzeiten, Ersatzteilbedarf des Kunden, Hinweise zum Qualitätsmanagement usw.?
- Aus welchen Bestandteilen setzen sich diese Informationen im Detail zusammen (z. B. beschrieben in Daten- und Dokumentstrukturen)?
Die bereits vielfach veröffentlichten Ergebnisse möchten wir mit interessierten Praktikern und Wissenschaftlern diskutieren und dabei zu einem offenen und innovativen Standard weiterentwickeln. Bringen Sie Ihre Erfahrungen und Ihr Wissen in den Standardisierungsprozess ein und profitieren Sie von einem regen Erfahrungsaustausch. Ihr Wissen ist Voraussetzung für einen praxisnahen und effektiven Standard, der letztlich auch Ihr Unternehmen für eine hybride Wertschöpfung stärken kann.
Die Eckdaten des Auftaktworkshops lauten:
Termin | Freitag, 5. September 2008 |
Uhrzeit | 11:00 – 17:00 Uhr |
Ort | DIN Deutsches Institut für Normung |
Nähere Informationen finden Sie hier (Flyer). Die Teilnahme ist kostenlos. Um die Veranstaltung besser planen zu können, bitten wir jedoch um eine zeitnahe Rückmeldung unter Telefon +49 30 2601 2932 oder paul.wakke (at) din.de oder über das Kontaktformular (Flyer). Bitte geben Sie dabei auch an, für welchen der Themenschwerpunkte Sie sich besonders interessieren. Weitere Informationen zum Standardisierungsprozess finden Sie auch auf der Projektwebseite des FlexNet-Projekts (www.flexnet.uni-muenster.de) sowie auf den Seiten des DIN (www.ebn.din.de)
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine anregende, praxisorientierte Diskussion!

