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Optimale Geschäftsmodelle für hybride Produkte in kooperativen Wertschöpfungsnetzwerken

Problemstellung

Das Angebot mit dem Sachgut gekoppelter produktionsnaher Dienstleistungen wird inzwischen als entscheidend für den erfolgreichen Absatz von Leistungen im Maschinenbau angesehen – es bietet insbesondere deutschen Maschinenbauunternehmen eine Chance, dem Preiswettbewerb am globalen Markt zu entgehen und Technologieführerschaft flankiert mit Problemlösungskompetenz am Markt wirtschaftlich umzusetzen. Weder die Entwicklung noch die Umsetzung entsprechender neuartiger Geschäftsmodelle sind bisher für Unternehmen zufrieden stellend gelöst. Ein wirtschaftliches Angebot hybrider Leistungen bedingt eine genaue Analyse der Fähigkeiten des Anbieternetzwerks und der Bedürfnisse des Kunden, die Anwendung von Modellen der Erlös- und Nutzen-Analyse von Leistungsangeboten und eine gezielte Weiterentwicklung der Unternehmensorganisationen und der Leistungssteuerungsmechanismen in Wertschöpfungsnetzwerken. Die Entwicklungsergebnisse des Verbundes sollen genau diese Lücke schließen.

Projektziele

Ziel des geplanten Verbundprojektes ist die systematische Entwicklung und Umsetzung optimaler Geschäftsmodelle für hybride Produkte in drei kooperativen Wertschöpfungsnetzwerken. Das dazu notwendige methodische Gerüst aus Leitfäden, Konzepten und Werkzeugen wird gemeinsam im Verbund entwickelt, in den drei Wertschöpfungsnetzwerken verifiziert und nach Projektende für Unternehmen zur Nachnutzung zur Verfügung gestellt. Erfolgreiche Beispiele neuartiger Geschäftsmodelle sowie Werkzeuge und Methoden für die systematische Entwicklung und Implementierung optimaler Geschäftsmodelle sollen ein wirtschaftliches Angebot hybrider Leistungen am Markt insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen ermöglichen.

Vorgehensweise

Der Verbund wird seine Entwicklungsaufgaben in drei unterschiedlichen Wertschöpfungsnetzwerken (Zerspanung, Umformtechnik, Sondermaschinenbau) parallel angehen. Wesentliches Grundprinzip der Vorgehensweise wird die konsequente Ausrichtung des Leistungsangebots am jeweiligen Kundenutzen. Dadurch werden Anbieter im Rahmen neuartiger Geschäftsmodelle teilweise Aufgaben übernehmen, die zuvor durch die Kunden ausgeführt wurden. Die Anbieter-Kunden-Beziehung verändert sich zu einer integrativen Kooperation, bei der die etablierte Trennung zwischen Anbieter und Kunden in Abhängigkeit vom Geschäftsmodell zunehmend aufgelöst wird. Das Projekt wird entlang der klassischen Vorgehensweise Analyse, Konzeption, Entwicklung und Validierung in den vier Handlungsfeldern

  • Neuartige Geschäftsmodelle in strategischen Netzen
  • Service-Prozess-Bibliothek
  • Operative Netzwerke für die Erbringung neuer Geschäftsmodelle
  • Leistungskalkulation und Controlling

FuE-Ergebnisse anstreben.

Ergebnisse und Anwendungspotenzial

Die entwickelten neuartigen Geschäftsmodelle werden in den drei Wertschöpfungsketten prototypisch umgesetzt, können als optimal ausgestaltete Geschäftsmodelle für die jeweilige Kunden-Anbieter-Beziehung nachgenutzt werden und sollen als Erfolgsbeispiele Investitionsgüterhersteller zum Anbieten hybrider Leistungen motivieren. Das methodische Gerüst wird wesentliche Unterstützung bei der Entwicklung und Implementierung von Geschäftsmodellen für hybride Leistungen bieten und soll in der Folge weitestgehend selbständig durch Unternehmen angewandt werden können. Es umfasst folgende Leitfäden und Konzepte sowie Werkzeuge:

Leitfäden und Konzepte:

  • Leitfaden zur Implementierung konkreter Geschäftsmodelle
  • Quick-Check zur Bewertung der Unternehmenskompetenz
  • Leitfaden zur Anpassung der Aufbau- und Ablauforganisation
  • Konzept zur Mitarbeiterqualifikation
  • Nutzen- und Erlösmodell

Werkzeuge:

  • Geschäftsmodellkonfigurator
  • Service-Prozess-Bibliothek zur Gestaltung der Sollprozesse
  • Workflowmanagement-System zur Steuerung der Erbringungsprozesse
  • Kalkulationsinstrument zur Risikobewertung und Ressourcenprognose

Durch umfangreiche Transfermaßnahmen (Industriearbeitskreis, Projektinternetseite, Tagungen, Workshops, Veröffentlichungen, abschließende Buchveröffentlichung) sorgen die Projektpartner für eine große Breitenwirkung in der Branche. Die bereits bestehende Zusammenarbeit der Projektpartner mit VDMA, Blechumformung e.V., VDEh, OWL-Maschinenbau sowie regionalen IHK’s soll im Rahmen von OGEMO.NET für die Verbreitung der entwickelten Ergebnisse weiter intensiviert werden.

Kontakt

Lehrstuhl für Produktionssysteme
Ruhr-Universität Bochum

Universitätsstr. 150
44801 Bochum

Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Robin Krings

Tel.: +49 (234) 322 8930
Fax: +49 (234) 320 8930
E-Mail: Krings@lps.rub.de
Web: www.lps.ruhr-uni-bochum.de

Webseite des Verbundprojekts: www.ogemo.net

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