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IDproBlech
Produktionsnahe integrierte Dienstleistungen in der Prozesskette Blechverarbeitung

IDproBlech ist ein Verbundprojekt zur Entwicklung und Erprobung neuer Geschäftsmodelle, die sich aus veränderten Wertschöpfungsteilungen ergeben. Dies bezieht sich nicht nur auf die

Wertschöpfungsteilung beim Produkt, sondern besonders auch auf die damit verbundenen Dienstleistungen (Leistungskombination). Für die Ermöglichung der Dienstleistungen werden neue Technologien entwickelt. Solche „Enabler“ sind ein elektronisches Werkzeugbuch, die drahtlose Echtzeit-Prozessüberwachung und eine standardisierte Schnittstelle zwischen Presse und Werkzeug. Für die Auswahl und Konfiguration der geeigneten Geschäftsmodelle mit dem Ziel einer Unternehmenswertsteigerung werden spezifische Steuerungs- und Controllinginstrumente entwickelt. Spezifisch ist die Bewertung nicht-monetären Nutzens.

Projektbeschreibung

Das Wettbewerbsumfeld zwingt das produzierende Gewerbe in Deutschland zur permanenten Weiterentwicklung der Wertschöpfungsprozesse. Dies beinhaltet auch die innovative Verknüpfung von physischen Produkten mit produktionsnahen Dienstleistungen zu Leistungskombinationen. Beispiele hierfür sind Ersatzteil- und Instandhaltungsangebote für Maschinenbauprodukte. Derartige Dienstleistungen sind von hoher Bedeutung für die deutsche Industrie, zumal befürchtet wird, dass sowohl Dienstleistungspraxis als auch -forschung in Deutschland gegenüber Nordeuropa und den USA einen Aufholbedarf von ca. 5-10 Jahren haben. Ein wichtiges Forschungsfeld sind dabei Dienstleistungen für die industrielle Produktion. Studien belegen, dass für die Entwicklung innovativer Dienstleistungen insbesondere der Einsatz von neuen Technologien ein wichtiger Schwerpunkt sein muss.

IDproBlech trägt dazu bei, systematisch neuartige Leistungskombinationen für die Anwenderbranche der blechverarbeitenden Industrie zu entwickeln.

Die Blechverarbeitung ist durch hohe Investitionen in Maschinen und Werkzeuge gekennzeichnet. Gleichzeitig sieht sie sich - als Zulieferer der Automobilbranche - marktmächtigen Kunden gegenüber, die bei ihren Zulieferern immer häufiger Produktpreise auf Grenzkostenniveau durchsetzen.

Die blechverarbeitende Industrie ist vor diesem Hintergrund gezwungen, umfangreiche Produktivitätssteigerungen zu erzielen. Einen entscheidenden Einfluss auf die Produktivität in der Blechverarbeitung sowie auf die Effizienz und Robustheit der Produktionsprozesse haben die Umform- und Stanzwerkzeuge. Werkzeugstörungen ziehen zeitintensive Instandhaltungs- und Rüstprozesse sowie Stillstände der Produktionspressen mit hohen Ausfallkosten nach sich.

Die Prozesskette, die in idealisierter Form aus dem Werkzeugbau, dem Presswerk und dem Kunden (Endabnehmer des Blecherzeugnisses) besteht, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugbau einer starken internationalen Konkurrenz ausgesetzt ist, die auf dem deutschen Markt zu Überkapazitäten geführt hat. Da es in diesem Bereich keine Teleservices (z. B. Fernwartung, Ferndiagnose, Ferninbetriebnahme), wie beispielsweise bei Werkzeugmaschinen gibt, ist eine Ausweitung des Geschäftsgebietes der Werkzeugbau-Unternehmen auf Dienstleistungen, wie z. B. „pay-on-production“, derzeit kaum möglich.

Die Basis hierfür ist eine seriöse Einschätzung der Produktionssituation, die nur durch eine durchgängige, weitestgehend automatisierte, manipulationsfreie und zuverlässige Erfassung, Verarbeitung und Haltung von Daten bezüglich Presse und Werkzeug und deren Einsatz gewährleistet werden kann. Die derzeit in der Branche noch weit verbreitete papierbasierte Datenerfassung und -haltung wird dieser Anforderung nicht gerecht. Für die Realisierung von neuen Geschäftsmodellen ist daher die zuverlässige Kontrolle der Produktionssituation mit Hilfe eines technischen Überwachungssystems erforderlich.

Kontakt

TFW Gerhard Schrempp

Progress-Werk Oberkirch AG

Industriestraße 8
77704 Oberkirch

Tel. 07802 / 84 - 428
Fax 07802 / 84 - 537

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dirk Altmann

IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gemeinnützige GmbH

Hollerithallee 6
30419 Hannover

Tel. 0511 279 76-227
Fax 0 511 279 76-888

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